Chronik des Schützenvereins Wittmar e.V. von 1921

Der Anfang des Schützenwesens in Wittmar hat seinen Ursprung bereits am Ende des 19.Jahrhunderts.

Bereits am 24.10.1891 stand im Braunschweiger Tageblatt zu lesen:

Von der Asse, 20. October. - Morgen, Mittwoch findet im Asseschießclub eine Doppelfeier statt.

Am 90. Geburtstage Kaiser Wilhelm's I. wurde unweit des Assewirtshauses vom Schießclub eine Wilhelmseiche gepflanzt. Dieselbe gedeiht vorftrefflich und hat jetzt eine Einfriedung erhalten, welche morgen Nachmittag feierlich eingeweiht werden soll.

Gleichzeitig wird morgen genannter Club den im Dienst ergrauten Waldaufseher H. Klages,welcher dem Club seit seinem Bestehen als Scheibenspringer treu gedient hat, zu seinem 50jährigen Dienstjubiläum durch eine geeignete Ehrengabe erfreuen.

Am Abend findet bei Conzert und Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts ein Festessen statt, nach Beendigung desselben Ball.

Urkunden oder weitere schriftliche Erwähnungen des Asseschießclubs sind aus dieser Zeit nicht vorhanden.

Die erste schriftlich überlieferte Erwähnung des heutigen Schützenvereins Wittmar erfolgte im Braunschweiger Allgemeinen Anzeiger am 04.08.1921.

 

 

Wittmar.

 

Der Schützenverein hielt am Montag in der Schäferschen Gastwirtschaft seine erste Hauptversammlung mit 74 Mitgliedern ab. Es wurde beschlossen, ein Schützenfest am 28. und 29. August in der Waldwirtschaft zur Asse abzuhalten.
Die unmittelbare Nähe des schönen Assewaldes und die herrliche Lage des Festplatzes verbürgen, dass dieses Fest ein großes Volksfest für Wittmar und Umgebung werden wird.

Aus dem Jahr 1921 stammt auch die Königskette des Schützenkönigs, die dem Verein erhalten geblieben ist.
Die Würde des ersten Schützenkönigs des Schützenvereins Wittmar errang der Werkstattmeister Otto Koch.


Die in diesem Bereich erscheinenden Zeitungen berichteten mit lobenden Worten über das Schützenfest in Wittmar.

Bereits im September 1921 hatte der Verein annähernd 100 Mitglieder.

Weil der Andrang beim Preisschießen so gewaltig war, wurde bereits 1922 ein zweiter Schießstand gebaut.

Die Distanz beim Preisschießen betrug damals 125 Meter.

Schützenkönig der Jahre 1922 und 1923 wurde der Förster Rudolf Weiß.

Die Könige der folgenden Jahre, bis zum Jahr 1937, lassen sich anhand der Königskette bis auf ganz wenige Ausnahmen nachvollziehen.

 

Original 1927

König  Karl Hoyer

 

Schriftliche Aufzeichnungen sind aus diesen Jahren leider nicht mehr vorhanden.

Der Verein erwachte zu neuem Leben durch seine Wiedergründung am 9. Oktober 1957.

Bis in das Jahr 1960 wurde der Schießbetrieb und das Vereinsleben in der ehemaligen Gaststätte „Glück Auf" vollzogen. Nach Überlassung eines Grundstücks durch die Gemeinde Wittmar und Erwerb der Holzhütte einer Braunschweiger Baufirma schuf man einen Schießstand mit vier Schießbahnen. Eine Bahn wurde für das KK-Schießen auf 50 m verwendet.

1968/69 kam ein kleiner Aufenthaltsraum nebst Toilette in Massiv-Bauweise hinzu. 1973 erfolgte der Abriss des KK-Standes aufgrund nicht zu erfüllender Sicherheitsmaßnahmen durch fehlendes Kapital. 1974 wurde ein überdachter Freisitz angebaut und 1985 winterfest gemacht. Im Laufe der Jahre stellten sich am in Etappen errichteten Schützenheim immer mehr bauliche Mängel ein. Die primitive Ausstattung des Schießstandes und seiner Anlagen wirkte sich bereits negativ auf die Leistung der Sportschützen aus.
Diese und andere Gründe bewogen den amtierenden Vorstand, der Hauptversammlung des Jahres 1988 Abriss und Neubau der Schießstandanlage und Neuüberdachung des gesamten Heimes vorzuschlagen.

Nach Beschluss wurde vorerst im Herbst 1988 das Fundament in die Erde gebracht. Begünstigt durch einen milden Winter konnte die Schießstandanlage von Februar bis Mai 1989 fertig gestellt werden und das ohne Fremdmittel und ausschließlich in Eigenleistung.
Der zweite Bauabschnitt wurde von Juli bis Oktober 1990 vollzogen. Er umfasste die Erneuerung der Rückwand des Schützenheimes, die Toilettenanlage und die Umgestaltung des Aufenthaltsraumes.

Herausragender Höhepunkt, neben vielen Titeln im Unterkreis und Kreis, sowie bei Wettkämpfen bis zur Regionalklasse, war der Titel eines Niedersachsen-Meisters, errungen durch Jörg Schulte-Brinker im Jahre 1981, und daraufhin die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in München.

Die Bogenabteilung wurde im Februar 1998 gegründet. Am Schützenhaus entstand schnell eine Anlage über 18 Meter. Über die gleiche Distanz wird in den Wintermonaten in der Turnhalle mit dem Bogen geschossen.
Nach Überwindung großer Schwierigkeiten bei der Baugenehmigung einer Freianlage bis 70 Meter auf dem Gelände am Sportplatz, wurde 2003 die Anlage in Eigenleistung erstellt.
Seit dem Jahr 2005 kann der Verein seinen Mitgliedern das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr anbieten. In Kooperation mit dem Schützenverein Remlingen e. V. wurde ein Vertrag abgeschlossen, der einen regelmäßigen Schießbetrieb auf den Ständen in Remlingen erlaubt.

Der Gesamtvorstand setzt sich zusammen aus dem  Vorsitzenden Detlef Schütte, seinem Stellvertreter Karl-Heinz Eggers, der Schriftführerin Carolin Schlepp, dem Schatzmeister Dietrich Klahm, seiner Stellvertreterin Daniela Krutzki-Mahler,  dem Schießsportleiter Udo Krutzki, dem Schießsportleiter Bogensport Armin Jungesblut, dem Schießsportleiter Jugend Stefan Rühmann und der Damenleiterin Silvia Jungesblut . .

Stand: 01.02.2014